Digitaler Wissenstransfer

AWO digital Wissenslabor

Kern gelingender digitaler Transformation ist ein partizipativer inner- und überverbandlicher Wissenstransfer. Dazu sind geeignete Strukturen, Prozesse und Formate erforderlich. In ihrem Zusammenwirken befördern sie Lerneffekte in der Umsetzung digitaler Projekte und im Wissensaufbau.
In der AWO und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege gibt es einen großen Wissensschatz. Um diesen optimal nutzen zu können muss der Wissenstransfer gelingen. Das ist im Arbeitsalltag oft eine Herausforderung: Die Handreichung ist veraltet und soll von verschiedenen Akteur*innen bearbeitet werden, liegt aber nur in pdf-Form vor, oder bei der Gründung einer neuen Arbeitsgruppe ist unklar, welche Informationen es bereits zu dem Thema gibt.

Über die Workshopreihe Wissenslabor

Um die Möglichkeiten der Digitalisierung für neue partizipative Wissenstransferformate besser nutzen zu können, hat das Projekt AWO digital eine Workshopreihe entwickelt. In den Workshops arbeiteten AWO-Mitarbeiter*innen aus allen Gliederungen an neuen Formaten und Prozessen, die den Wissensaustausch in ihrem Arbeitsfeld verbessern. Dabei wurden sie mit der Design Thinking Methode begleitet und erhielten Impulse von Wissenstransfer-Expert*innen.
Die neu entwickelten Formate haben wir auf unserer Webseite als „good Practice“- Beispiele veröffentlicht. Sie können als eine Art Blaupause über Verbandsgrenzen hinweg genutzt werden.
Mehr Information zu den Workshops gibt es auf dem AWO digital Blog.

Weiter­bil­dungs­ansätze

In diesem Erprobungsraum befassen wir uns gemeinsam mit der Wilhelm-Schmidt-Bundesakademie der AWO mit der Digitalisierung der Fort- und Weiterbildungsansätze. Unser Ziel ist es, Wissen und Kompetenzen zu digitalen Weiterbildungsformaten aufzubauen und weiterzugeben. Dabei beschäftigen wir uns insbesondere mit Veranstaltungsformaten: Zum einen erproben wir digitale Tools und Methoden, mit denen Seminare und Workshops auch als Online-Veranstaltungen zielführend und wirkungsvoll umgesetzt werden können. Zum anderen geben wir unser Wissen und Erfahrungen in Veranstaltungen und in Form von digitalen Arbeitshilfen an Praktiker*innen weiter.

Workshops und Diskurse zur Gestaltung der mobilen Arbeiten

Mobiles Arbeiten ist seit langem ein relevantes Thema, auch im Bereich der Wohlfahrt. In der Covid-19-Pandemie hat die Zahl der Menschen, die mobil Arbeiten sprunghaft zugenommen – und zwar unter den besonderen Bedingungen von „Lockdowns“ und der Reduzierung von physischen Kontakten. Auch beim AWO Bundesverband verrichtet aktuell ein Großteil der Kolleg*innen Tätigkeiten selten oder nicht mehr vom Büro aus.

In einer drei-stufigen Workshop-Reihe zum mobilen Arbeiten haben wir bereits gemachte Erfahrungen mit der neuen Arbeitsform im AWO Bundesverband reflektiert und diskutiert. Die Workshopreihe wurde in Form eines offenen Austausch- und Reflektionsformats konzipiert. Neben praxisnahen Inputs zum mobilen Arbeiten durch Dozent*innen und Coaches konnten die Teilnehmer*innen Wissen und Strategien austauschen, die sie beim mobilen Arbeiten entwickelt haben und ihre Bedürfnisse äußern. An den Workshops haben Mitarbeitende aus verschiedenen Fachabteilungen, Stabsstellen und der Verwaltung teilgenommen, darunter Projektmitarbeitende, Referent*innen und Abteilungsleitungen und Verwaltungsmitarbeiter*innen.

Foto von Nikola Balic auf Unsplash

In den Workshops zeigte sich, dass das mobile Arbeiten unter der Pandemie als ein Sonderfall betrachtet werden muss, der die Perspektiven und Potenziale mobilen Arbeitens unter gewöhnlichen Bedingungen nur bedingt widerspiegelt. Dennoch konnten eine ganze Reihe von Strategien und Praxistipps ausgetauscht werden, die ganz allgemein auf das mobile Arbeiten angewendet werden können. Entsprechend zeigte sich deutlich, dass die Belegschaft des AWO Bundesverbands engagiert und kreativ daran gearbeitet hat, funktionierende Arbeitsformen zu entwickeln, um ihren Aufgaben in der Corona-Pandemie nachzukommen und die Arbeit des Bundesverbandes aufrechtzuerhalten und weiter zu entwickeln.

Die gesammelten Ergebnisse der Reihe werden in einer Dokumentation für den Bundesverband festgehalten. Als Reflektion soll sie dazu dienen, Perspektiven für das mobile Arbeiten zu entwickeln, Bedarfe festzuhalten und Praxistipps zur Verfügung zu stellen, mit denen die Zukunftsfähigkeit des AWO Bundesverbands und seine Attraktivität als Arbeitgeber weiter entwickelt werden kann. Darüber hinaus soll sie anderen Organisationen eine Vergleichsfolie und Grundlage bieten, die eigenen Formen des mobilen Arbeitens zu reflektieren.

Arbeits­hilfe zur Um­wandlung von Prä­senzsemina­ren in On­line-Angebote

In der Fort- und Weiterbildung tätige Dozent*innen stehen vielfach vor der Frage, wie  Seminarinhalte der Präsenzveranstaltungen in digitale Lern- und Vermittlungsformate umgestellt, Inhalte ansprechend und gut verständlich vermittelt sowie Teilnehmer*innen und Lerngruppen bestmöglich betreut und begleitet werden können. Unsere Arbeitshilfe bietet hierfür Unterstützung und will Orientierung für den Einstieg und Anleitungen für den technischen und didaktischen Aufbau der Online-Lehre geben – für Dozent*innen und Referent*innen.

Die Arbeitshilfe zeigt, wie Formen der Präsenzlehre Schritt für Schritt in digitale Angebote umgesetzt werden können. Natürlich kommt die digitale Lehre nicht ohne eine Reihe von digitalen Werkzeugen und modifizierten Methoden aus – die nähergebracht werden. Dabei hängt es von den Beteiligten, den Inhalten und den geforderten Zielstellungen ab, auf welche Werkzeuge und Methoden man aus der zur Verfügung stehenden Vielzahl am besten zurückgreift.

Unser Lernvideo zur Methodik der didaktischen Reduktion und Flipped Classroom zeigt, wie Lerninhalte für die Online-Lehre auf das Wesentliche reduziert werden und in anschauliche und gut dosierte Lernhappen unterteilt werden können. Um den Unterricht auch online kompakt und interessant zu gestalten, gibt es unterschiedliche Strategien, die wir in unserem Lernvideo vorstellen.

eLearning, Juliana Abel, CC BY-SA 3.0

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Learning Manage­ment Sys­teme - Erpro­bung und Arbeits­hilfen

Online-Angebote nehmen sowohl in der Fort- und Weiterbildung als auch für Informations- und Austauschforen, Online-Beratung und Netzwerktreffen jetzt und in Zukunft eine zentrale Stellung ein. Die Professionalisierung solch digitaler Weiterbildungsangebote wie auch die Förderung von digitalen Veranstaltungsformaten gehört zu den Zielen von AWO digital.

Für die Erstellung, Verwaltung und Bereitstellung digitaler Lerninhalte für Online-Kurse, Webinare, Videos oder Dokumente ist heute eine moderne und dafür spezialisierte und intuitive Infrastruktur zu empfehlen, die als Learning-Management-System (LMS) bezeichnet wird. Diese Systeme können viele der Herausforderungen und Potenziale angehen, die zeigemäße Lernangebote mit sich bringen, etwa das Einbinden mobiler Endgeräte oder das Fördern des selbstorganisierten Lernens. Sie bieten eine nutzerfreundliche Umgebung, um dynamische und multimediale Lerninhalte zu erstellen, zu verwalten und zur Verfügung zu stellen.

Wir haben uns deshalb einen Übersicht über verfügbare und angebotene LMS verschafft, ihre Vor- und Nachteile für verschiedene Organisationen evaluiert und ihre Potenziale für zeitgemäßes Lernen herausgerarbeitet – und intern getestet. Die Ergebnisse dieses Prozesses sind in eine Arbeitshilfe geflossen. Diese Arbeitshilfe soll Mitarbeiter*innen und Dozent*innen unterstützen, die sich mit der Planung, Konzeption, Entwicklung und Umsetzung von digitalen Lernangeboten auseinandersetzen. Eine zentrale Frage dabei lautet: Mit welchen Werkzeugen und wie stelle ich den Lernenden diese digitalen Lehr- und Lernangebote zur Verfügung?